zurück zur Liste

Kalif Storch




Kalif Chasid langweilt sich den lieben langen Tag, immer sehnt er sich nach Abwechslung und Neuigkeiten. Sein Großwesir Mansor muss jeden Tag auf den Basar gehen um ihm stets Neues zu berichten. Eines Tages kommt ein seltsamer Krämer nach Bagdad und verkauft den beiden Herrschaften eine Dose Schnupftabak und eine Schriftrolle. Diese besagt, dass sich der, der den Tabak schnupft und das Zauberwort MUTABOR sagt in ein Tier verwandeln kann und die Sprache der Tiere versteht. Das ist natürlich eine herrliche Abwechslung für den Kalifen und seinen Großwesir, ganz schnell wollen sie nun diesen Zauber ausprobieren. In der Schriftrolle steht außerdem, dass man während der Verwandlung nicht lachen darf, denn dann vergisst man das Zauberwort und bleibt für alle Ewigkeit ein Tier. Die beiden Herren machen sich nun auf den Weg vor die Stadt und belauschen die Störche. Diese erzählen sich lustige Froschwitze und wie das Leben so spielt, müssen der Kalif und sein Wesir darüber furchtbar lachen. Nun aber vergessen sie über all dem Gejauchze das Zauberwort. Jetzt ist guter Rat teuer. In die Stadt können sie als Störche nicht zurück, sie frieren fürchterlich und Angst vor dem Verhungern haben sie ebenso. In einer alten Burgruine treffen sie auf die verzauberte Prinzessin Lusa, diese wurde vom Zauberer Kaschnur in eine Eule verwandelt, weil sie dessen Sohn Mizra nicht zum Manne haben wollte. Dieser Zauberer hatte sich als Krämer verkleidet, obendrein war er es auch, der die beiden Herren zu Störchen werden lies, denn er möchte mit seinem Sohn über Bagdad herrschen. Ob und wie nun der Kalif Storch, sein Wesir und die Eule Lusa wieder zurück nach Bagdad kommen, ob sie sich zurückverwandeln können, seht ihr, liebe Märchenfreunde, in diesem Märchen von Wilhelm Hauff.

Autor:
Michael Ö. Arnold

Regisseur:

Michael Ö. Arnold

Musik:
Hendrik Henker