Die Geschichte des TPZ


1962  Gründung des Ensembles unter der Leitung von Gerhard Schimmang

Zum ersten Mal fanden sich Kinder und Jugendliche im Kulturhaus "Hans Marchwitza" in Oelsnitz/Erzgebirge zusammen, um Theater zu spielen. Damals wusste noch niemand, welch traditionsträchtiges Ensemble einmal daraus entstehen würde.
 
Unter dem Namen "Pionier- und Jugendtheater" Oelsnitz, kam es zur ersten Inszenierung "Die Sache mit dem Fußball.“


1974 Fokus Märcheninszenierungen

Mit viel Mut, Ehrgeiz und enthusiastischer Spielfreude folgte nun jedes Jahr eine neue Premiere. Vom Märchen über klassische Komödie bis hin zum Gegenwartstück wurden dem Publikum viele Inszenierungen präsentiert, bis man sich ab 1974 nur für Märchenproduktionen entschied.

In den Jahren darauf gelang es den verschiedensten Regisseuren alljährlich zur Weihnachtszeit für die Kinder der Region ein Weihnachtsmärchen vorzustellen.


1983

Stephan Müller wurde Leiter des Theaters und Regisseur. Schon seit dem 12. Lebensjahr spielte er im Ensemble mit.

 
1989

Mit der Wendezeit kamen finanzielle Schwierigkeiten auf das Theater zu, welches bis 1989 als eines von 20 Volkskunstkollektiven am Oelsnitzer Kulturhaus seine Heimstatt hatte. 


1991

So zog man kurzzeitig in die Aula des Gymnasiums Oelsnitz um.   
Aus gegebenem Anlass wurde das Ensemble in "Kinder- und Jugendtheater" umbenannt.              
        

1993

Mit Hilfe des Landratsamtes Stollberg, dem Kreistag und der Stadt Stollberg wurde eine neue Bleibe für das Theater gefunden: Das Kulturhaus am Bergarbeiterkrankenhaus Stollberg. Jedes Jahr präsentierte das Ensemble seinem Publikum ein bis zwei neue Theaterstücke.


1994

Mit Inkrafttreten des Sächsischen Kulturraumgesetzes und der daraus resultierenden Zuwendung von Fördermitteln wurde aus dem Kinder- und Jugendtheater ein Pilotprojekt des Freistaates Sachsen. Es entstand die Bildungseinrichtung Theaterpädagogisches Zentrum (TPZ) / Kinder- und Jugendtheater.
Das Kinder- und Jugendtheater  trägt dazu seit 2000 den Namen "BURATTINO".

Die Anzahl an mitspielenden Kindern nahm zu. Pro Jahr wurden nun drei bis vier neue Theaterproduktionen auf die Bühne gebracht.

Seit 1994 fanden jährlich das Internationale Kinder - Märchen - Theater - Festival im Wechsel mit den Internationalen Theaterferien statt. Viele Gäste aus den Teilen Europas trafen sich hier, um Spaß zu haben, Theater zu spielen, aber auch um voneinander zu lernen. Es entstanden Freundschaften, die teilweise bis heute fortbestehen.


2007

Annekathrin Rottstädt-Hänel übernahm die Leitung des Theaters. Bereits seit 1989 war sie für das Management der Einrichtung und die Regie einzelner Inszenierungen, die aus ihrer Feder stammen verantwortlich.
 

2012

Das Kinder- und Jugendtheater BURATTINO feierte das 10. Internationale Kinder-Märchen-Theater-Festival und sein 50-jähriges Bühnenjubiläum.
 

2017

Nach über 20 Jahren eigener Spielstätte stand ein aufwändiger Theaterumzug an. Bis zur Fertigstellung  der neuen Spielstätte im Westflügel von Schloss Hoheneck agiert das BURATTINO in der Begegnungsstätte „das dürer“ in Stollberg.
 

2018

Ausbildungs- und Probenbetrieb sowie der Spielbetrieb eigener Produktionen werden in bewährter Form fortgesetzt. BURATTINO gastiert auch weiterhin auf vielen Gastspielreisen bundesweit und im benachbarten Ausland.

Unterstützt bei den Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanungen für den neuen Theatersaal wird das TPZ durch das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg.

Außerdem werden die theaterpädagogischen Angebote beider Theatereinrichtungen intensiviert. Somit bilden TPZ und Winterstein-Theater  eine wichtige Säule in der Theaterlandschaft des Erzgebirgskreises.  

Zukünftig soll im Schloss Hoheneck mit der Gedenkstätte „Hoheneck“, der interaktiven Lern- und Erlebniswelt „Phänomenia“, der geplanten experimental-archäologischen Ausstellung und dem BURATTINO eine Möglichkeit geschaffen werden, vielfältige kulturelle Bildung, an einem Ort zu vereinen.